„Die Grippewelle hat die Schweiz erreicht". Mit dieser und ähnlichen Nachrichten sind wir seit einigen Tagen in den Medien wieder konfrontiert.

Was die meisten Menschen umgangssprachlich als Grippe bezeichnen, ist tatsächlich nur ein grippaler Infekt. Dieser beginnt schleichend mit Halsschmerzen, Heiserkeit, laufender Nase, Husten, erhöhter Körpertemperatur und allgemeiner Abgeschlagenheit über Tage oder Wochen.

Die richtige Grippe (Influenza) kommt in der Regel mit plötzlichem Fieber bis 40°, starken Kopf- und Gliederschmerzen, Hals- und Brustschmerzen, Husten sowie allgemeiner Schwäche. Wer wirklich die Grippe hat, liegt flach!

Beide Erkrankungen werden meist durch Viren ausgelöst. Gegen einen grippalen Infekt kann man sich nicht Impfen lassen (siehe dazu auch im Archiv unter „Grippeimpfung – Oktober 2007").

Der beste Schutz vor einer Grippe ist ein intaktes Immunsystem. Dieses kann man selber durch ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung an der frischen Luft sowie ausreichenden Schlaf stärken. Sollte eine Anfälligkeit für Grippe und Erkältungskrankheiten bestehen, kann diese z.B. mit einer klassisch-homöopathischen Behandlung angegangen werden.
Wenn Sie trotzdem von einer Grippe oder einem grippalen Infekt nicht verschont bleiben: Gönnen Sie Ihrem Körper die nötige Ruhe und Erholung, welche er braucht. Sorgen Sie v.a. für ausreichende Schlaf und Flüssigkeitszufuhr. Ihr Immunsystem wird nach durchgemachter Krankheit stärker sein. Im Falle von ausgeprägten oder gar bedrohlichen Beschwerden, lassen sich diese in der Regel schnell durch ein homöopathisches Akutmittel wieder in den Griff bekommen.

Abschliessend eine Bemerkung zum Thema Fieber: dieses wird von einem gut funktionierenden Immunsystem produziert, um sich gegen den Erreger zu wehren. Die Erhöhung der Körperkerntemperatur (= Fieber) führt zu dessen Zerstörung. Die weitverbreitete Meinung, das Fieber möglichst senken zu müssen, raubt dem Körper die Möglichkeit, sich selber gegen die Erkrankung zu wehren und gestärkt daraus hervorzugehen.
Gerade bei Kleinkindern (insbesondere nicht geimpften) sehen wir, dass schnell hohes Fieber entsteht. Dies spricht für ein gut funktionierendes Immunsystem und führt in aller Regel zu einer unkomplizierten Abheilung. Umgekehrt kann auch beobachtet werden, dass sich einfache Erkrankungen bei Abwesenheit von Fieber oder nach Unterdrückung von diesem in die Länge ziehen und weitere Komplikationen entstehen können.